Steyler Welt

"100 Jahre und kein bisschen überflüssig"

Putzen, waschen, kochen – so sah in den Anfängen der Alltag der Steyler Schwestern aus. Dass sie viel mehr können, zeigen sie in Deutschland seit 100 Jahren. Im Jubiläumsjahr heißen die Ziele für die Zukunft: Laienarbeit stärken.

Die Schwestern arbeiten rund um den Globus© SSpS

Sie packen an, wo andere wegschauen: Die Steyler Missionsschwestern engagieren sich weltweit für Menschen am Rand der Gesellschaft. Gerade in Deutschland, wo die Zweiklassen-Gesellschaft immer deutlicher wird. Ihre Grundsätze haben die Schwestern auch nach 100 Jahren nicht aus den Augen verloren: Arbeit mit sozial-benachteiligten Menschen und Migranten, Begleitung von Menschen auf ihrer Suche nach dem Lebenssinn, und der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

Ihre Tätigkeitsfelder sind vielfältig:
• Leitung des sozialen Treffpunkt „TaK“ in Mönchengladbach für Langzeitarbeitslose
• Mitarbeit bei „SOLWODI“ (Verein gegen Menschen- und Frauenhandel in Deutschland) in Boppard
• Kurzzeitpflege für Kranke
• Touristenseelsorge auf Sylt, Pastorale Arbeit in Gemeinden, sowie in der Krankenhaus- und Altenseelsorge
• Bildungs- und Exerzitienangebote in den Klöstern in Steyl, Moos am Bodensee, Laupheim bei Ulm
• Organisation des Programms „MaZ“, Missionarinnen auf Zeit

In den Jahren haben sich auch neue Tätigkeitsfelder entwickelt. So reagieren die Steyler Missionsschwestern auf die veränderte pastorale Landschaft in Deutschland. „Wir möchten die Zusammenarbeit mit Laien ausbauen und vielleicht sogar eine neue Kommunität mit Laien gründen“, sagt Schwester Benedikta Böckelmann. Andere Projekte, die in den nächsten Monaten bereits starten, sind die Migrantenarbeit in Hamburg und eine neue pastorale Ausrichtung im Kloster der Reutener Franziskanerinnen und Steyler Missionarinnen in Ulm.

Weltweit engagieren sich mehr als 3.100 Schwestern in 48 Ländern. Das Durchschnittsalter liegt bei 58 Jahren. „Besonders stolz sind wir darauf, dass es uns gelingt in internationalen Kommunitäten zusammenzuleben und damit ein Zeichen für Frieden und Zusammenleben und Toleranz setzen“, sagt die 73-jährige Schwester Benedikta. In Deutschland leben zurzeit 341 Schwestern in 19 Kommunitäten. Zu der deutschen Provinz gehören auch eine Kommunität in der Schweiz und fünf in den Niederlanden. Darunter auch das Mutterhaus in Steyl. Derzeit befinden sich eine Postulantin (Prenoviziat) und eine Novizin in der Ausbildung des Ordensberufs in Deutschland.

Schauen Sie sich in der Bildergalerie Fotos aus den Anfangsjahren an. Klicken Sie auf die Bilder, dann werden sie größer und mit Text angezeigt.

Facebook Like aktivieren
 

Artikel kommentieren

 

0 Kommentare

 
 

Weitere aktuelle Beiträge

  • Seelischer Beistand am Flughafen

    Entsetzte Abholer, Angestellte, die fassungslos sind – nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich war es jenes Bild, das die Flughafenseelsorger dort erwartete, wo eigentlich 150 Menschen sicher hätten landen sollen. Die Betroffenen nicht alleine lassen, nur eine Aufgabe unter vielen auch für die Flughafenseelsorge in München

     
  • Faire Partner für Schüler in Not

    Überforderung, schlechte Noten, seelische und körperliche Gewalt: Schulsozialarbeiter werden immer dann gerufen, wenn junge Menschen in großer Not sind. Ihr Arbeitsumfeld ist die Schule. Doch die hier auftretenden Probleme sind fast immer auch mit familiären Schwierigkeiten verknüpft, weiß Markus König. Der Sozialpädagoge arbeitet seit drei Jahren an einer Mittelschule in einem sozialen Brennpunkt von München

     
  •  
  • Nüchterne Striche für das Ostergeheimnis

    Das Geheimnis der drei österlichen Tage hat durch die Jahrhunderte immer wieder Künstler beschäftigt. Wie kann das Unfassbare dargestellt, wie dem Betrachter eines Bildes das Mysterium von Ostern näher gebracht werden? Pater Manfred Krause SVD beschreibt in unserem Osterimpuls ein Bild des Steyler Künstlers Pater Josef Büttgens

     
  • Grete gefällt mir nicht

    Es gibt Emmas, Bens und Maximilians. Aber auch Aabids oder Zyriakus. Noch nie gab es in Deutschland so viele Vornamen. Die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft spiegelt sich auch bei den Vornamen wider. Manche Elternwünsche gehen aber dann doch zu weit

     
  •  

Jubiläumsjahr 2012

Jubiläumsflyer

Das Jubiläumsjahr steht unter dem Motto „100 Jahre und kein bisschen überflüssig“. Noch bis Oktober finden in den Kommunitäten Feste und besondere Feiern zum Jubiläum statt. Die Hauptfeier zum Jubiläum findet am 28. April in Wickede-Wimbern statt. Mehr zu dem Jubiläum erfahren Sie auf der Homepage der Steyler Missionarinnen www.steyler-missionarinnen.de

Wenn Sie die Arbeit der Steyler Missionsschwestern unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende.