Eine Handvoll Erde

In über 170 Ländern wird am 22. April der Welttag der Erde begangen: Ein gemeinsames öffentliches Zeichen, um unseren Planeten zu schützen. Pater Vaclav Mucha SVD lenkt in seinem Denkanstoß unseren Blick auf die kleinen Wunder in Gottes Schöpfung

Groß und Klein pflanzen gemeinsam ein Stück Zukunft© Sunny Studio/Shutterstock
Groß und Klein pflanzen gemeinsam ein Stück Zukunft

Bei der Betrachtung dieses Bildes fiel mir das neugeistliche Lied ein: „Eine Hand voll Erde, schau sie dir an. Gott sprach eins: Es werde! Denke daran.“ Was für ein Wunder, diese Erde, die Gott für mich und für uns geschaffen hat. Wenn ich Gott begreifen will, nehme ich die Erde in die Hand. Erst dann kann ich erahnen, wer Gott für mich ist. Wenn ich in der Lage bin, die Erde zu erspüren, zu bewundern, und darüber zu staunen, dass sie allen Lebewesen Leben schenkt, dann kann ich annehmen und glauben, dass Gott ein lebenspendender Gott ist.

Die Erde schenkt uns einen Raum, in dem wir das Leben verbringen und gestalten dürfen. Wir können auf ihr aufrecht stehen und auf ihr gehen. Ihre Anziehungskraft fesselt uns nicht so, dass wir uns nicht bewegen könnten. Sie lässt uns aber auch nicht los, dass wir uns von ihr entfernen und uns im großen Universum verlieren würden. So nehme ich Gott wahr. Er hat uns als freie Wesen erschaffen. Er fesselt uns nicht als wollte er uns nur für sich selbst behalten und er lässt uns aber auch nicht los, sodass wir uns von ihm entfernen würden. „Eine Hand voll Erde, schau sie dir an. Gott sprach eins: „Es werde!“ Denke daran.“

"Preist den Herrn, ihr Tiere des Meers, und alles, was sich regt im Wasser; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!" Dan 3,79

Vaclav Mucha SVD

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