Aktuell

Kinotipp: Maria Magdalena

Als Jüngerin Jesu und Zeugin seiner Kreuzigung und Auferstehung ist Maria Magdalena eine der bekanntesten Figuren der Bibelgeschichte. Der neue Kinofilm „Maria Magdalena“ zeigt das Leben der selbstbewussten, mutigen Frau, die gegen die bestehenden Geschlechterrollen und Hierarchien rebelliert hat.

Maria Magdalena© Universal Pictures

Die junge Maria Magdalena (Rooney Mara) lebt zusammen mit ihrer Familie in Magdala und arbeitet als Geburtshelferin. Ihre Familie drängt sie dazu, zu heiraten und Kinder zu bekommen, da es in deren Augen Zeit dafür ist. Sie soll das tun, was man von Frauen erwartet. Maria Magdalena jedoch wehrt sich gegen die Fesseln des Ehelebens und damit gegen ihre Familie. Deshalb verlässt sie ihre Heimat und schließt sich einer neuen radikalen Bewegung an, deren Leitfigur Jesus von Nazareth (Joaquin Phoenix) heißt. Bislang hatte Maria Magdalena immer das Gefühl, dass ihr niemand zuhört. In Jesus trifft sie auf den ersten Menschen, der ihre Gefühle versteht. Als einzige weibliche Jüngerin Jesu bricht sie mit seiner Gefolgschaft auf eine spirituelle Reise nach Jerusalem auf. Mit dabei sind auch Jesu Jünger Petrus, Johannes und Judas. Als Frau wird Maria Magdalena nicht überall anerkannt. Je näher sie Jesus während der Reise kommt, desto größer wird der Unmut bei den anderen Jüngern. So stößt die junge Frau immer wieder an ihre Grenzen. Aber Jesus und sie wollen nicht akzeptieren, welche Unterdrückung die Frauen überall erfahren. Maria Magdalena begleitet Jesus bis zu seiner Kreuzigung in Jerusalem.

Filmplakat zu Maria Magdalena© Unisversal Pictures

Für Hauptdarstellerin Rooney Mara war ihre Rolle eine Herausforderung aber auch eine Chance: „Mir war klar, dass das eine großartige Gelegenheit ist, eine Version dieser Story zu erzählen, die wir noch nie gesehen haben“, sagt sie. Mara ist unter anderem aus den Filmen „A Ghost Story“ oder „Lion- Der lange Weg nach Hause“ bekannt. Produzentin Liz Watts schwärmt von ihrer Spielweise als Maria Magdalena: „Sie strahlt eine wunderbare Selbstsicherheit und Entschlossenheit aus, die man auf der Leinwand sieht und die für die Rolle nötig war.“

Historisch gesehen wurden Maria Magdalena viele Rollen zugeschrieben: Heilige, Sünderin und Prostituierte. Im Neuen Testament wird sie als Anhängerin Jesu beschrieben. Bis zur Kreuzigung soll sie ihn begleitet haben und auch Zeugin des Osterwunders geworden sein. Der Produzent des Films „Maria Magdalena“ Emile Sherman sah sich von der selbstbewussten Frau inspiriert und sagt: „Maria Magdalena ist jahrhundertelang ausgegrenzt worden. Wir wollten ihr wieder ihren rechtmäßigen Platz im Zentrum der Geschichte Jesu verschaffen, als einer der wichtigsten Apostel.“ Er erhofft sich, dass „Marias Botschaft beim Publikum einen starken Nachhall findet. Sie ist revolutionär wie eh und je.“

Der Kinofilm erzählt in einer Neuinterpretation die Geschichte von Maria Magdalena und stellt die Suche nach neuen Lebensperspektiven dar.

Ab 15. März 2018 im Kino. Hier können Sie sich den offiziellen Trailer ansehen:

Eva Bernarding

Facebook Like aktivieren
 

Artikel kommentieren

899 + 2 =
 
 

0 Kommentare

 
 

Weitere aktuelle Beiträge

  • Thema Frieden aktuell wie nie

    Zum Auftakt des 101. Deutschen Katholikentags in Münster hat der gastgebende Bischof Felix Genn das ausgewählte Leitwort "Suche Frieden" als "brandaktuell" bezeichnet und rief dazu auf, den Katholikentag nicht als harmonisches Friedensfest misszuverstehen

     
  • Eine Handvoll Erde

    In über 170 Ländern wird am 22. April der Welttag der Erde begangen: Ein gemeinsames öffentliches Zeichen, um unseren Planeten zu schützen. Pater Vaclav Mucha SVD lenkt in seinem Denkanstoß unseren Blick auf die kleinen Wunder in Gottes Schöpfung

     
  •  
  • Dunkle Wolken über dem Paradies

    Surinam ist reich an Naturschönheiten und gilt als erfolgreiches Modell für multikulturelles und multireligiöses Zusammenleben. Doch die sozialen Probleme werden immer größer. Darauf macht der Weltgebetstag der Frauen am 2. März aufmerksam

     
  • Durchkreuzte Hoffnung

    Karfreitag. Das Kreuz ist allgegenwärtig. Doch Pater Christian Stranz SVD zeigt uns, dass nach der Trauer die Hoffnung zu keimen beginnt

     
  •