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Sterbehilfe - Tötung oder Verkürzung des Leidens?

Wenn ein Mensch unheilbar krank ist und unter großen Schmerzen leidet, kommt der Gedanke an „Sterbehilfe“ auf. Aber: Was ist in Deutschland, in der Schweiz erlaubt, was ist verboten? Was sagen Menschen, die sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen?

Selbstbestimmtes Sterben, wenn jemand unheilbar krank ist? Die Meinungen sind konträr© imago

Bitte, bitte, hilf mir“, sagt Inge. Die 83-Jährige ist krank, todkrank. Krebs im Endstadium. Die Morphingaben des Arztes nehmen ihr zwar die schlimmsten Schmerzen, aber nicht alle. Tochter Gerti, 63, sitzt am Bett der Mutter, hält ihre Hand. „Mama, ich kann nicht. Und ich darf nicht.“ Gerti ist gläubige Katholikin. Ihre Mutter bittet sie um Sterbehilfe. Was soll sie nur tun?  Sterbehilfe ist ein hoch umstrittenes Thema. In Deutschland tauchen in diesem Zusammenhang drei Begriffe auf: aktive Sterbehilfe, passive Sterbehilfe und ärztlich assistierter Suizid (Beihilfe zur Selbsttötung). Zwei Drittel der Deutschen sind demnach dafür, dass einem unheilbar kranken Menschen die aktive Sterbehilfe erlaubt sein soll. Gemeint ist damit, dass ein anderer den Schwerkranken tötet. Das kann ein Mediziner oder ein Angehöriger sein. In Deutschland ist das verboten.

Die passive Sterbehilfe ist Ärzten in Deutschland in Grenzen erlaubt. Das bedeutet, dass Mediziner sich nicht strafbar machen, wenn sie auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichten – also, wenn sie einen Schwerkranken nicht wiederbeleben oder künstlich beatmen. Das setzt aber voraus, dass eine sogenannte Patientenverfügung ausgestellt wurde. Bei der Beihilfe zur Selbsttötung ist gemeint, dass ein Arzt einem Todkranken beim Sterben hilft, indem er ihm ein Medikament gibt, das bei der Einnahme zum Tod führt. Den begleiteten Freitod unterstützen in der Schweiz mehrere Organisationen. Die Kirchen tun sich nach wie vor schwer damit, einzelne (evangelische) Pfarrer engagieren sich aber an vorderster Front für dieses, wie sie sagen, Sterben in eigener Verantwortung.

„Man kann aus Gottvertrauen heraus freiwillig sterben“: Dieser Satz, den der inzwischen über 89-jährige Theologe Hans Küng vor wenigen Jahren in einem Interview mit Anne Will äußerte (und der in seinem 2014 bei Piper erschienenen Buch „Glücklich sterben?“ nachzulesen ist), fasst in wenigen Worten eine Haltung zusammen, die heute nicht wenige Christinnen und Christen teilen. Gleichzeitig ist er wie viele Aussagen Hans Küngs von ungeheurer Brisanz, bedeutet doch für viele, gerade katholische, Gläubige „Ehrfurcht vor dem Leben“, dass über Beginn und Ende menschlichen Lebens nicht der Mensch selbst entscheiden soll. Küng dagegen unterscheidet „zwischen dem breiten Konsens in Bezug auf die Ehrfurcht vor dem Leben und dem Dissens bezüglich der Art und Weise einer Sterbehilfe“.

Bereits 1995 hatte Küng zusammen mit seinem Professoren-Kollegen Walter Jens, der später nach langer Demenz starb, das Buch „Menschenwürdig sterben: ein Plädoyer für Selbstverantwortung“ geschrieben. 2013 nahm er das Thema wieder auf, und die öffentliche wie innerkirchliche Diskussion zeigte, wie umstritten das Thema ist. Küng hält selbstbestimmtes Sterben durchaus für christlich: „Jeder Einzelne hat die Verantwortung vor Gott und den Menschen sowie das Recht, selber über sein Leben und Sterben zu bestimmen.“

Küng erinnert an die christliche Tradition, die Jesus immer mehr als ein moralisches Modell für das Ertragen von Schmerz und Leiden dargestellt habe. Aus Sicht Küngs heißt Nachfolge Christi, „das eigene Kreuz auf sich zu nehmen, sich dem Risiko der eigenen Situation stellen und seinen eigenen Weg gehen“. Nachfolge sei nicht Nachahmung Christi. So kann sich laut Küng „das Ideal einer rational-selbstbewussten Gestaltung des Lebens und Sterbens, das so wenig wie möglich dem Schicksal überlässt, verbinden mit dem Ideal einer demütigen Haltung zu Leben und Sterben, die das Lebensende vertrauensvoll in Gottes Hände legt“. Dass er schließlich ein Leben auf vegetativem Niveau zu akzeptieren hätte, lasse er sich, so Küng, von niemandem als Wille Gottes für sich einreden.

Sterbehilfe als „Lebenshilfe“
Sterbehilfe versteht Hans Küng wörtlich als „ultimative Lebenshilfe“. „Das ist exakt auch meine Position“, sagt der aus Bayern stammende, seit Jahrzehnten in der Schweiz wirkende, inzwischen pensionierte evangelische Pfarrer Walter Fesenbeckh. Auch er spricht von „selbstbestimmtem Sterben“ und ist seit Jahren „Sterbebegleiter“ bei Exit, einer 1982 gegründeten Schweizer Organisation für „Freitod-Begleitung“ mit über 100 000 Mitgliedern. Im Gegensatz zu anderen Organisationen wie „Dignitas“ bietet Exit Freitodbegleitung ausschließlich für Mitglieder an, die in der Schweiz ihren Wohnsitz haben.

Fesenbeckh platziert im persönlichen Gespräch mit stadtgottes gleich zu Beginn eine kleine Provokation: „In der Schweiz ist nur noch eine kleine religiöse Minderheit gegen den begleiteten Freitod, nämlich die Bischofskonferenz!“ Das stimmt zwar nicht ganz (vgl. Kasten: Die Haltung der Schweizer Kirchen), ist aber auch nicht wirklich falsch. In Volksabstimmungen zum Thema, etwa im Kanton Zürich, gab es Mehrheiten von 70 bis 80 Prozent für diese Möglichkeit des Sterbens. Fesenbeckh war selbst überrascht, „dass es plötzlich so viele waren, die die Freiheit des Einzelnen in ethischen Fragen höher gewichten als frühere Generationen.“ Er selbst, 1938 geboren und aufgewachsen im Bombenkrieg in München, sei immer ein ultraliberaler Theologe gewesen, habe das Thema Tod und Sterbebegleitung aber erst in den 90er-Jahren beachtet, als er das „schreckliche Sterben“ seiner Mutter habe miterleben müssen. „Das kann nicht Gottes Wille sein, dass ein Mensch so zugrunde geht“, sagt er und liegt auch damit in einer Linie mit Hans Küng, der ebenfalls aus persönlichen Erlebnissen (qualvoller Tod des Bruders, Demenz von Walter Jens) zur Auseinandersetzung mit dem Thema kam.

Fesenbeckh also stieß damals auf Exit, an dessen Spitze der evangelische Pfarrer Rolf Sigg stand, der die Organisation mitgegründet hatte. Im Jahr 2000 beschloss die Zürcher Synode, dass Sterbehilfe für Pfarrer verboten sei, was für Pfarrer Fesenbeckh indiskutabel war. So engagierte er sich bald im Vorstand von Exit. Vor seiner Zusage für dieses Amt wollte er aber wissen, „was eine Sterbebegleitung mit meiner Seele macht“. So sei er zwei-, dreimal dabei gewesen: „Es hat mich tief berührt, da gab es eine Souveränität im Umgang mit dem Tod, keine Angst, sondern Ruhe, fast heitere Gelassenheit.“ So habe er sich die Ziele von Exit zu eigen gemacht, die zu einem modernen, liberalen Gottesbild passen, in dem man das geschenkte Leben eigenverantwortlich gestalte.

Eine Entscheidung, die nicht nur eine Richtung hat© Fotolia/Jenny Sturm

Nicht Leben, sondern Leiden beenden
Walter Fesenbeckh kam nicht zuletzt wegen der liberalen Kirchenordnung als Pfarrer in die Schweiz, wo er über 25 Jahre wirkte, zuletzt als Religionslehrer an Mittelschulen und Dekan in Bülach in der Nähe von Winterthur. Nach der Pensionierung wechselte er in den Vorstand von Exit, wo er gleich in harte Debatten verwickelt wurde, zum einen zur Frage der Sterbebegleitung für Menschen mit psychischen Problemen, zum anderen zur Begleitung von Menschen, die sich erst kurz vor dem Sterben bei Exit melden.In der Schweiz sterben 63 000 Personen pro Jahr, der Anteil der begleiteten Suizide an dieser Zahl ist in 35 Jahren von 0,2 auf heute 2 Prozent gestiegen. 700 Menschen hat Exit im letzten Jahr in den Tod begleitet. Viel mehr werden es laut Fesenbeckh nie sein, denn: „Die Menschen, die diesen Weg gehen, sind spezielle Persönlichkeiten, die auf ihrem individuellen Selbstbestimmungsrecht bestehen, wie sie das meist im Leben auch schon gemacht haben. Es braucht Mut, eine gewisse innere Härte und Stärke.“ Und er erzählt von einer Frau, die er vor drei Wochen in den Tod begleitet hat. Er kannte sie seit ihrer Jugend. Sie war physisch gesund, hatte aber nach Missbrauchserlebnissen als Kind posttraumatische Störungen, die ihr den Zugang zur Sexualität völlig verschlossen. Fünf Jahre lang habe er sie immer wieder motivieren können, doch am Leben zu bleiben. Nun hatte sie keine Kraft mehr.

Inzwischen hat Walter Fesenbeckh über 130 Menschen bei ihrem Tod begleitet. Der Ablauf ist immer der gleiche: Nach einem Erstkontakt und intensiven Gesprächen über Zustand und Motive (vgl. Kasten zu den Kriterien für Sterbehilfe) kommt eines Tages der Anruf: „Jetzt möchte ich einen Termin.“ 14 Tage vor diesem festgelegten Termin gibt es nochmals einen Besuch des Sterbebegleiters, der erneut motiviert, vielleicht doch noch am Leben zu bleiben. Hin und wieder gelingt das, etwa bei psychisch Kranken. Und auch am Tag des Sterbens stellt Fesenbeckh die Frage, ob die Person wirklich sterben will, nochmals. „Ja, deswegen sind Sie ja hier“, laute dann häufig die Antwort. Bereits vorher hat ein Arzt das Mittel verschrieben, das zum Tod führen wird. Ebenfalls bereit sind dann alle für die Behörden wichtigen Dokumente, unter anderem auch ein Bericht des Sterbehelfers.

Manchmal gibt es vor dem Sterben – zu Hause, im Heim, Krankenhaus oder in einem Sterbezimmer, in 95 Prozent der Fälle begleitet von der ganzen Familie inklusive Enkelkindern – die Bitte um ein gemeinsames Gebet. Dann wird die Freitoderklärung unterschrieben, anschließend nimmt die Person ein Magenberuhigungsmittel. Nach einer halben Stunde stellt Fesenbeckh erneut die Frage, ob der Entscheid endgültig sei. Danach wird das tödliche Mittel in einem kleinen Glas mit Wasser gereicht, in zwei Schlucken getrunken, worauf sehr rasch die Bewusstlosigkeit eintritt. Folglich fällt der Mensch in ein tiefes Koma, und der Tod tritt bei Leuten, die sehr geschwächt sind, innerhalb von drei bis vier Minuten ein.

Fesenbeckh fällt, wenn er an die Sterbeszenen denkt, immer wieder Albert Ankers Gemälde „am Totenbett“ ein: Der letzte Blick der Sterbenden ruhe auf den Menschen, denen sie sich besonders verbunden fühlen. Allerdings werde es dann schnell bürokratisch: Zehn Minuten später muss der Sterbebegleiter die Polizei anrufen und einen „außergewöhnlichen Todesfall“ melden. Und dann wird es – je nach Kanton – sehr polizeilich mit Spurensicherung und DNA-Probe des Sterbebegleiters. In anderen Kantonen läuft das diskreter ab. Für den Sterbebegleiter gibt es hier noch viel zu tun, denn den Sterbeort als „Tatort“ zu sehen, hält er für überholt und für die Angehörigen unnötig belastend.

Sozialer Druck?
Walter Fesenbeckh sieht keine Anhaltspunkte für einen sozialen Druck, sein Leben zu beenden. Das einzige Motiv, das heute öfter mitspiele, sei die „Pflegelast“: dass also jemand das Gefühl hat, er falle anderen zur Last. Ähnliche Diskussionen gibt es beim „Sterbefasten“, wo Schwerkranke und alte Menschen jede Nahrung verweigern. Exit sieht das „als eine humane Möglichkeit, selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden“. Die Begleitung des Sterbefastens sieht Exit aber als Aufgabe der palliativen Pflege.

Und warum ist Fesenbeckh denn überhaupt einer der heute drei Dutzend Exit-Sterbebegleiter geworden? Er zitiert nochmals Hans Küng: „Das ist ein letzter Akt menschlicher Solidarität.“ Gerade als Pfarrer sehe er den Sinn in diesem Dienst. Nach ein paar Wochen nimmt er nochmals mit den Angehörigen Kontakt auf und fragt nach deren Gefühlen. „Ich habe mich wie erlöst gefühlt, dass meine Mutter so gehen konnte“ gehört genauso zu den Reaktionen wie „Ich war nicht dafür, aber zu Mama hat das gepasst.“

Mit Gott ausgemacht
Auch Marie-Louise Sidler aus dem luzernischen Ruswil begleitet Menschen im Sterbeprozess und hat 20 Jahre Erfahrung im Bereich palliativer Pflege. Ihre Einstellung zum begleiteten Freitod hat sich verändert, seit eine 84-jährige Frau, die im Alter ihr Sehvermögen mehr und mehr verlor, den Wunsch äußerte, mit Exit zu sterben. Selbst ohne Angehörige, bat die frühere Künstlerin ihre Bekannte, Marie-Louise Sidler, sie dabei zu begleiten. Sie hatte, so Sidler, immer stärker den Gedanken, dass sie nur eine Last sei: „Das hat mich sehr schockiert. Wir haben stundenlang diskutiert, und ich habe versucht, sie zum Weiterleben zu motivieren.“ Sie habe sich früher immer vorgestellt, dass Menschen, die mit Exit aus dem Leben scheiden, keinen Glauben hätten und keinen Herrgott. Ihre Bekannte aber war eine sehr gläubige Katholikin, die auch während der Zeit mit ihrem Jesus diskutiert habe: „Sie hat mit Gott ausgemacht, dass sie diesen Weg gehen kann.“

Es folgten mehrere Gespräche mit Exit-Verantwortlichen. Das Altersheim, in dem die Sterbewillige wohnte, weigerte sich, sie mit Pflegepersonal in diesem Prozess zu begleiten. Marie-Louise Sidler, die im Schweizer Paraplegiker-Zentrum auch oft mit Unfallopfern zu tun hat, die gelähmt aufwachen und dann im ersten Moment sterben wollen, übernahm das: „Für mich war es brutal zu wissen, dass dieser Mensch zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt gehen wird. Dieser Mensch hat innerlich mit dem Leben abgeschlossen, das hinterste und letzte Detail regelt er noch selbst.“ Die Frau habe den begleiteten Freitod bewusst einem „normalen“ Selbstmord vorgezogen, weil sie niemandem zumuten wollte, sie tot zu finden und dann vielleicht traumatisiert zu sein. Auch in den letzten Tagen sei die Frau immer im Dialog mit ihrem Gott gestanden und habe ihm gesagt, er habe jetzt noch Zeit, sie zu holen, bevor sie sich selbst das Leben nehme.

Marie-Louise Sidler denkt seit dieser Sterbebegleitung anders über Exit: „Es hat mich fasziniert, dass die Frau als Gläubige in Frieden mit Gott gestorben ist und sie ,nachher bei ihm‘ sei.“ Persönlich betroffen hat sie gemacht, dass das Heim auch den Mitarbeitern untersagt hat, noch Abschied von der Toten zu nehmen oder bei der Beerdigung dabei zu sein. Auch der am Wohnort zuständige Seelsorger weigerte sich, die Frau zu beerdigen, ein anderer Pfarrer sprang ein. Da frage man sich schon, sagt Sidler: „Wo bleibt denn da die Nächstenliebe? Ich bin überzeugt, dass jeder seinen eigenen Weg gehen und entscheiden darf.“

Roger Tinner

November 2017

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Leser-Kommentare

  • Christian Modehn, Berlin
    17.11.2017 12:39 Uhr

    Danke für den ausgezeichneten Beitrag, eine absolute Ausnahme in katholischen Zeitschriften in Deutschland! Meine Gratulation zu diesem Beitrag mit der Hiffnung, dass Ihnen der hier dokumentierte Geist der Freiheit erhalten bleibt. Christian Modehn in Berlin

 
 

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Was heißt Sterbehilfe in der Schweiz?

Die Begriffe rund um das Thema Sterbehilfe werden je nach Land und eigener Position sehr unterschiedlich gebraucht. Während die schmerzlindernde, palliative Begleitung von Sterbenden (Hilfe im Sterben) unbestritten ist und in Krankenhäusern, Heimen und Hospizen immer wichtiger wird, ist die Freitodbegleitung bzw. der assistierte Suizid nach wie vor hoch umstritten (Hilfe zum Sterben), obwohl dabei mehrere Kriterien einzuhalten sind: Konkret darf in der Schweiz Freitodhilfe gemäß eines Bundesgerichtsurteils nur dann gewährt werden, wenn die sterbewillige Person versteht, was sie tut (Urteilsfähigkeit), nicht aus dem Affekt handelt und sämtliche Alternativen zum Freitod erwogen hat (Wohlerwogenheit), einen dauerhaften Sterbewunsch hegt (Konstanz), von Dritten nicht beeinflusst wird (Autonomie) und den Suizid eigenhändig ausführt (Tatherrschaft).