Mein erster Katholikentag

15.05.2018, Deutschland

 

Ein paar Gedanken von Michaela Schneider-Mestrom, der Leiterin im Bereich Marketing und Vertrieb im Apostolat Zeitschriften

Bruder Paul Heider SVD und Michaela Schneider-Mestrom waren glücklich, dass die Idee der Steyler Quelle auch zu den Besuchern übersprang© SVD
Bruder Paul Heider SVD und Michaela Schneider-Mestrom waren glücklich, dass die Idee der Steyler Quelle auch zu den Besuchern übersprang

Mittwochmorgen 10 Uhr in Münster: strahlender Sonnenschein, 20 Grad. Überall stehen weiße Zelte in der Innenstadt – morgen wird der 101. Katholikentag starten und vier Tage dauern. Von der großen Bühne am Schloss klingen wunderschöne, entspannte Klänge zu mir herüber.

Das Steyler Zelt ist abgeschlossen, der Aufbau muss also warten. Ich schlendere in die Richtung, aus der die Musik schallt: Es findet ein Gottesdienst statt unter freiem Himmel und mit einem Chor aus gefühlt 200 Sängern und einem großen Orchester. Alles ist entspannt und lässig; hier und da stehen Zuschauer auf der davor befindlichen Grünfläche oder auf sitzen auf den Stuhlreihen. Nicht viele. Es scheint, als ob die Aktiven dies nur für sich selbst machen – einfach, weil es so schön ist. Ich setze mich auf den Rasen und höre zu, genieße die Ruhe.

Um 11 Uhr geht’s los, die anderen sind da. Jetzt wird erst einmal der Teppich verlegt, der mitgebracht wurde.Irgendwann liegt der Teppich - in Zusammenarbeit zwischen vier Ordensangehörigen und mir. Wundervoll zu sehen, dass niemand sich zu schade ist, mit anzupacken und anstrengende und schweißtreibende Tätigkeiten zu verrichten.

Die Steyler Musikapostel boten internationale Lieder darzoom© SVD
Die Steyler Musikapostel boten internationale Lieder dar

Wir können also das Zelt endlich einräumen: die Steyler Quelle mit den coolen Glasflaschen, auf denen neben „Glaube“, „Liebe“, „Hoffnung“, „Frieden“ und „Freiheit“ Bibelzitate zum Thema Wasser stehen. Diese konnten die Besucher an der Quelle füllen und als Geschenk mit nach Hause nehmen. Pater Feldkämper, der oft Dienst an der Quelle tat, meinte, dass „Freiheit“ bei den jungen Leuten am besten ankäme. Aber auch über das Zitat „Das Wasser gehört uns!“ wurde häufig diskutiert. Kann man es doch heutzutage als politische Aussage gegen die Großkonzerne, die vielleicht die Wasserknappheit in Drittweltländern mit verursachen, verstanden werden.

Über die Frage von Bruder Heider „Darf ich Ihnen das Wasser reichen?“ oder darüber, wie Bruder Ruffing, Pater Václav Mucha, Pater Brunner und Pater Stark auf die Menschen zugingen, kam man ins Gespräch. Mit welcher Empathie, Freude, Fröhlichkeit und vielen lieben Worten die Besucher auf diese Idee reagierten, hat uns in seiner positiven Heftigkeit völlig überrascht und sehr, sehr glücklich gemacht. So viel Wertschätzung – untereinander und der geleisteten Arbeit gegenüber – das erfährt man im Alltag so selten. Hier ist es an der Tagesordnung.

Kalender, Zeitschriften, Taschen - Jedes Los gewinntzoom© SVD
Kalender, Zeitschriften, Taschen - Jedes Los gewinnt

Die Kollegen aus dem Apostolat Zeitschriften, die vor dem Zelt Lose verteilen („Jedes Los gewinnt – es gibt keine Nieten“), bei denen man unter anderem drei Monate lang kostenlos die Familienzeitschrift der Steyler Missionare, die stadtgottes, Steyler Kalender (Michaelskalender, Tischkalender, Wandkalender) oder wunderschöne Fairtrade-Stofftaschen „Tu, was Du kannst. Gott macht den Rest“ gewinnen konnte, haben viele Stunden in der Sonne, im Wind und sogar im Starkregen ihren Dienst getan. Was für ein Einsatz!

Auf der kleinen Bühne wurde von den Steyler „Musikaposteln“, geleitet von Frater Huy, internationale Musik mit viel Schwung, guter Laune und Energie dargeboten. Die Gäste sangen gut gelaunt, teilweise ausgelassen, mit, klatschten und tanzten sogar. Diese Fröhlichkeit und Lebensfreude ist eben ansteckend!

stadtgottes-Redakteurin Christina Brunner mit Dr. Manfred Lütz (re.) und Pater Rüdiger Brunner SVDzoom© SVD
stadtgottes-Redakteurin Christina Brunner mit Dr. Manfred Lütz (re.) und Pater Rüdiger Brunner SVD

Viele Gäste hörten den spannenden Menschen zu, die zu Podiumsgesprächen auf der Bühne standen: Pater Michael Heinz SVD (Hauptgeschäftsführer von Adveniat), Pater Thomas Heck SVD, Pater Rüdiger Brunner SVD, Schwester Marinka und sicherlich als bekanntester Talker Dr. Manfred Lütz. Die Moderatoren Pater Peter Claver Narh SVD, Steffi Mager und Christina Brunner waren gut vorbereitet und boten täglich ein unterschiedliches Programm. Bevor Dr. Lütz kam, wurden alle Tische aus dem Zelt geräumt und zusätzliche Stühle bei den Nachbarständen geliehen, damit wenigstens ein Drittel der ca. 150 Zuhörer einen Sitzplatz bekam. Und damit sich die Menschen bei dem heißen Wetter und dem langen Stehen wohl fühlten, erhielten alle eine Flasche Steyler Wasser, was besonders wohlwollend aufgenommen wurde: Viele bedankten sich bei uns für die Fürsorge.

Kaffee, Tee, kalte Getränke, Kekse – auch das gab es kostenlos an der Theke des Steyler-Zeltes, für die die Azubis all ihre Energie einsetzen. Am Ende eines jeden Tages spürten alle Mitwirkenden (übrigens fast 60 Menschen) ihre Gliedmaßen, fielen früh ins Bett, um am nächsten Morgen wieder frisch einen neuen Tag mit Energie, Freude und Fröhlichkeit zu begehen.

Nun ist der Katholikentag zu Ende und alle Mitwirkenden fuhren gefüllt mit Freude und beseelt wieder an ihre unterschiedlichen Standorte nach Hause. Danke an alle Besucher, wir haben uns sehr über Sie und Ihr Interesse gefreut!

Schön war’s. Bis zum nächsten Mal!

Michaela Schneider-Mestrom

Einen weiteren Bericht finden Sie auf der Homepage der Steyler Mission

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Leser-Kommentare

  • Brunner Rüdiger
    15.05.2018 22:36 Uhr

    Dass Sie, lieber Frau M.Schneider-Mestrom, alles so begeisternd und erfüllend erlebt haben, beruhigt mich. Denn oft genug sah, wie Sie echte Muskelkraft einsetzen mussten, um in der Hitze "cooles Wasser" reichen zu können. Einen Transporter zu beladen, ihn millimetergenau zu manövrieren, zu entladen und das Gleiche noch einmal am Ende - war kein Pappenstiel!
    Sie und wir alle machen weiter "mit Energie, Freude und Fröhlichkeit".
    Adios - Ihr R. Brunner SVD

 

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