Istanbul: Lernen Sie mit uns eine der aufregendsten Städte der Welt kennen – und entdecken Sie auf der anschließenden Rundreise durch die Türkei die Wiege des Christentums.
Brücke zwischen den Kontinenten, zwischen Okzident und Orient, zwischen Tradition und Moderne ... Das kleine Wörtchen „zwischen“ steht so sehr für Istanbul wie kaum ein anderes. Istanbul ist ganz einfach eine Stadt „dazwischen“! Wer einmal mit einem der weißen Bosporusdampfer in Minutenschnelle von Asien nach Europa übergesetzt hat, auf dem Platz zwischen der Hagia Sofia und der Blauen Moschee einen türkischen Tee, den Cay, getrunken oder sich einfach nur einen Abend durch die Vielfalt der türkischen Küche geschlemmt hat, der weiß, wie viele Kulturen, Eindrücke und Lebenswelten am Bosporus aufeinandertreffen.
Ich lebe seit zweieinhalb Jahren hier, und noch immer begeistert mich jede Fahrt auf einer der weißen Bosporusfähren, als wäre es meine erste. Vorbei an der historischen Skyline des alten Konstantinopels mit ihren unzähligen Minaretten, Kirchtürmen und Kuppeln. Aber auch vorbei an den gläsernen Wolkenkratzern und eleganten Brückenkonstruktionen der modernen Türkei. Einem wirtschaftlich boomenden, aufstrebenden Land mit einer jungen, erfolgshungrigen Gesellschaft.
Istanbul ist anders, aufregend, besonders. Eine Stadt, die sich nicht mit ein paar Adjektiven beschreiben lässt. Orientalisch? Vielleicht, hier und da. Modern? Auch das, ganz gewiss. Muslimisch? Ja, oft – doch dann auch wieder unübersehbar geprägt von christlicher und jüdischer Geschichte. Nehmen Sie nur die „Heilige Weisheit“, die berühmte Hagia Sofia im Herzen der Altstadt. Mit den Worten „Salomo, ich habe dich übertroffen!“, soll Kaiser Justinian I. das imposante Bauwerk im 6. Jahrhundert eingeweiht haben, galt doch bis dahin der Tempel in Jerusalem als das Maß aller Dinge.
Fast ein Jahrtausend lang diente die Kuppelbasilika am Bosporus dem Byzantinischen Reich als Hauptkirche und gehört bis heute für viele orthodoxe Christen zum geografischen Mittelpunkt ihres Glaubens. Doch das Byzantinische Reich währte nicht ewig – und kaum ein Bauwerk spiegelt die wechselhafte Geschichte seiner Hauptstadt so facetten-reich wider wie die Hagia Sofia: Nach der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 ergänzten die Osmanen die Basilika um vier Minarette – und sie galt ab sofort den Muslimen als heilige Stätte.
Und heute? Auch heute ist die Hagia Sofia ein Symbol für ihre Zeit, für unsere Zeit: Als Museum steht sie nun jedes Jahr fast drei Millionen Anhängern aller Religionen offen. Aufwendige Restaurierungsarbeiten der letzten Jahre haben Stück für Stück zahlreiche Zeugnisse ihrer christlichen Geschichte freigelegt, die bei der Übernahme durch die Osmanen übertüncht oder zerstört worden waren. In ihrer Größe und Präzision rauben die Mosaike und Bildnisse jeden Tag nicht nur christlichen, sondern auch muslimischen Besuchern den Atem. Wer oder was also könnte besser für die wechselvolle Geschichte Istanbuls stehen als dieses Bauwerk, das Sie gleich zu Beginn unserer Türkei-Reise besuchen und entdecken dürfen?!
Die Hagia Sofia wird Ihnen etwas über Istanbul verraten, das Sie von da an auf Schritt und Tritt durch diese pulsierende Stadt begleiten – sich Ihnen in Bauten, Kultur und den Menschen offenbaren wird: Istanbul ist anders, aufregend, besonders. Istanbul brodelt, verändert sich jeden Tag, nein, jede Minute. Bringt Neues hervor und bewahrt doch auch das Alte. Kurz: Istanbul passt in keine Schublade. Nein, diese 15-Millionen-Metropole ist eine ganz eigene Schublade! Ziehen Sie sie auf, schauen Sie hinein in die Vielfalt, das bunte Chaos und die Herzlichkeit der Menschen, die sich darin verbergen.
Luise Samman
Flug mit LUFTHANSA oder einer anderen namhaften Fluggesellschaft vom gewünschten deutschen Flughafen über München nach Istanbul. Teilnehmern aus der Schweiz empfehlen wir die Anreise zum Flughafen München oder den Flug ab Zürich. Bustransfer zum reservierten Hotel, Zimmerbelegung für drei Übernachtungen. Abendessen in einem Restaurant.
Zwei Tage verbringen wir in Istanbul, im Mittelpunkt der Besichtigungen stehen die großen Zeugnisse des byzantinischen und islamischen Istanbuls. Wir fahren zum Sultan-Ahmet-Platz, das Herz des antiken Konstantinopels, und besichtigen das Hippodrom mit Obelisken und Schlangensäule, die unterirdische Yerebatan-Zisterne und die Hagia Sophia mit ihrem gewaltigen Kuppelraum. Das heutige Museum war über tausend Jahre das gewaltigste Gotteshaus der Christenheit und wurde über 500 Jahre als Moschee genutzt. Außerdem besuchen wir die Blaue Moschee (Sultan-Ahmet-Moschee). Die umfangreiche Anlage mit ihren sechs Minaretten wurde Anfang des 17. Jh. errichtet und nimmt den Platz eines alten byzantinischen Kaiserpalastes ein. Blaugrün verzierte, kostbare Fliesen und das durch bunte Fenster einfallende Licht verbinden sich zu einer wundervollen Farbharmonie.
Im Stadtteil Fener liegt der Sitz des Ökumenischen Patriarchats und die Chora-Kirche - heute Museum - mit den schönsten mittelalterlichen Fresken und Mosaiken ganz Istanbuls.
Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch des Topkapi-Palastes wie auch die Führung durch das Mosaik-Museum und das Museum für türkische und islamische Kunst. Natürlich gehört auch ein Rundgang durch den Großen Basar von 1461 dazu und eine Schifffahrt auf dem Bosporus. Den Sonntagsgottesdienst feiern wir mit der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Istanbul. Die beiden Abendessen sind in einem Kebabhaus bzw. in einem Fischrestaurant am Bosporus reserviert.
Mit der Fähre fahren wir heute über das Marmara-Meer. Weiter geht es nach Iznik, dem antiken Nizäa, wo 325 das erste ökumenische Konzil stattfand, Besuch der Konzilskirche. Die Stadt aus dem 4. Jh., deren Name an die Siege Alexanders d. Großen erinnert, besitzt noch eine eindrucksvolle Stadtmauer, an der Römer, Byzantiner und Seldschuken bauten. Die vier schönen Stadttore führen in ein fruchtbares Land am weiten Iznik-See hinaus.
Weiterfahrt nach Bursa, wo wir die Ulu Camii besichtigen, eine Moschee als Pfeilerhalle mit 20 Kuppeln im Stil der Seldschuken errichtet. In der Grünen Moschee begegnen wir dann den Osmanen. Wir sehen den gedeckten Brunnen für die rituellen Waschungen und ziehen die Schuhe aus, um durch ein Stalaktiten-Portal in den mit Kacheln gezierten Raum von großer religiöser Ausstrahlung einzutreten. Eine Übernachtung in Edremit. Abendessen im Hotel.
Besichtigung der Ruinen von Pergamon: Wir sehen die Akropolis mit Resten der Königspaläste, Theater und Sportanlagen und das Fundament des in Berlin ausgestellten Zeusaltars. Dahinter befinden sich Reste eines Athena-Tempels, an den sich die berühmte Bibliothek anschließt.
Über Izmir, das antike Smyrna, erreichen wir die Küste der Ägäis bei Kusadasi, wo wir für den Rest des Aufenthaltes ein Strandhotel beziehen. Abendessen im Hotel.
Tagesausflug nach Ephesus, in der Antike eine der bedeutendsten Städte Kleinasiens, ihr Artemistempel wurde als Weltwunder gefeiert. Hier riefen die Bewohner von Ephesus dem hl. Paulus zu: "Groß ist allein unsere Artemis!" Im 5. Jh. war die Stadt dann zweimal Sitz eines ökumenischen Konzils. Wir besuchen das Ausgrabungsgelände mit Agora, Celsus-Bibliothek, großem Theater und Konzilskirche. Gang über den Ayasoluk-Hügel zur Johanneskirche mit dem Grab des Apostels und Blick auf die Überreste des Artemistempels. Anschließend Auffahrt zum Marienhaus, wo die Mutter Jesu ihren Lebensabend verbracht haben soll. Auf dem Rückweg nach Kusadasi erreichen wir das Dorf Sirince. Nach einer kleinen Wanderung durch die fruchtbare Landschaft kosten wir bei einer Weinprobe den Wein des Dorfes. Abendessen im Hotel.
Heute fahren wir nach Aphrodisias, einst aufgrund des Aphrodite-Heiligtums Mittelpunkt eines weit verbreiteten Kultes und bekannt durch seine Bildhauerschule und seine Ärzte. Auf der Weiterfahrt zu den berühmten Kalksinterterrassen von Pamukkale genießen wir eine türkische Kaffeezeremonie. Das heutige Pamukkale, „Baumwollschloss“ genannte Stätte der antiken Stadt Hierapolis, gehört mit den aus Sinterkalk formierten Terrassen zu den eindruckvollsten Reisezielen der Türkei. Gelegenheit zum Bad im warmen Thermalwasser und Besichtigung der antiken Stadt Hierapolis. Rückfahrt zum Hotel und Abendessen.
Zunächst geht es nach Priene, wo wir Theater, Athena-Tempel und Ratssaal, das Bouleuterion, betrachten. Wie das große Milet, das an die 90 Tochtergründungen aufzuweisen hat, ist auch das kleine Priene in rechtwinklig sich schneidenden Straßen erbaut. Es wird von einem Felsen überragt, auf dessen Hang es in Terrassen malerisch gelegen haben muss. Weiterfahrt nach Milet, der größten der ionischen Städte, die Apostel Paulus während zwei Missionsreisen besuchte. Wir sehen das Theater, die Thermen der Faustina, auch den Marktplatz, dessen Tor heute im Pergamon-Museum in Berlin steht. Abschließend Fahrt nach Dydima, das mit Milet durch eine 17 km lange Heilige Straße verbunden war. Besichtigung des Apollon-Tempels, der einst eine der bedeutendsten Orakelstätte Kleinasiens war, so groß geplant, dass er selbst mit Unterstürzung der römischen Kaiser nie fertig gestellt werden konnte. Schließlich hat ihn ein Erdbeben zerstört. Rückfahrt nach Kusadasi. Abendessen im Hotel.
Ein Tag am Meer, genießen Sie die Einrichtungen des Hotels. Oder nehmen Sie teil an einem fakultativen Ausflug auf die griechische Insel Samos. Weitere Informationen durch die Reiseleitung. Abendessen im Hotel.
Rüclflug von Izmir zum Ausgangsflughafen.
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Flugreise, 10 Tage
20. April bis 29. April 2012
Geistliche Betreuung durch den Steyler Pater Hans Peters SVD.
Ab allen deutschen Flughäfen außer München
pro Person im Doppelzimmer € 1198,-
Ab München
pro Person im Doppelzimmer € 1184,- / SFr 1398,-
Ab Zürich
pro Person im Doppelzimmer SFr 1384,-
Mehrkosten Einzelzimmer € 235,- / SFr 278,-
Mindestteilnehmerzahl 25 Personen.
Mit der Durchführung der Reise wurde der Reiseveranstalter VIATOR beauftragt. Es gelten dessen Reisebedingungen.
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