Als Corona nach Benin kam

Lara ist 18 Jahre alt und war seit August 2019 als Missionarin auf Zeit (MaZ) im westafrikanischen Benin. Hier berichtet sie über die Anfänge der Corona-Krise in ihrem Gastland.

Menschenleere Orte - eine Folge der Corona-Krise

Anfang März habe ich im westafrikanischen Benin, in der Stadt Boukombé, das erste Mal etwas von dem Coronavirus gehört. Es begann mit einem Fall im benachbarten Togo. Allerdings ist der infizierte Tourist zunächst durch Benin gereist, wodurch ein wenig Panik unter den Beninern ausbrach. In dem Waisenhaus, in dem ich als Missionarin auf Zeit (MaZ) tätig war, haben uns die Schwestern über Corona aufgeklärt und sie haben uns einige Anweisungen gegeben.

@privatMit Seife gegen Corona

Zum Beispiel sollten wir uns vor und nach dem Essen gründlich die Hände waschen. Dafür haben die Schwestern den Kindern Flüssigseife bereitgestellt. Außerdem werden im Waisenhaus nun auch die Teller mit Seife gespült. Vorher hatten wir nicht jeden Tag Seife zur Verfügung. Um das Hände waschen zu vereinfachen und den Kindern ins Gedächtnis zur rufen, wurden Metallständer mit einer Wassertonne (siehe Bild) aufgestellt. Besonders das Händewaschen nach dem Toilettengang war keine Selbstverständlichkeit. Doch es gibt noch eine weitere Maßnahme: kein Händeschütteln mehr mit Fremden und wir sollten untereinander kein Essen mehr teilen. Etwa zwei Wochen später gab es dann auch keine Messen mehr.

Ein Leben voller Beschränkungen

Den Kindern fiel das nun regelmäßige und gründliche Händewaschen sehr schwer und sie haben auch nicht wirklich verstanden, warum das es von Bedeutung ist. Die Kirchen wurden in ganz Benin geschlossen. Nach weiteren Wochen wurden auch die Schulen geschlossen und es fuhren keine Busse für längere Strecken. Auch in Taxen sollten sich eigentlich nur eine begrenzte Zahl Menschen befinden.

Mittlerweile sind die Schulen und auch die Kirchen wieder geöffnet. Die Busse fahren und so nimmt das alltägliche Leben wieder seinen Lauf.

Hier berichtet unsere Autorin Lara davon, wie sie wegen der Corona-Krise früher nach Deutschland zurückkehren musste, als geplant.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Aus welchem Land suchen Sie Neuigkeiten?