Corona-Krise an einer Schule der Steyler Missionare

Laura war als Missionarin auf Zeit (MaZ) in Paraguay, in einer Landwirtschaftsschule der Steyler Missionare. Corona zwang sie - wie viele andere MaZler auch - früher nach Deutschland zurückzukehren als geplant.

Zwei Schüler gießen den Gemüsegarten

Im März musste ich mein Auslandsjahr als Missionarin auf Zeit (MaZ) im Centro Educativo Familiar Agrícola (C.E.F.A.) in Paraguay aufgrund der Corona-Pandemie frühzeitig abbrechen und wieder nach Deutschland zurückkehren. Das C.E.F.A ist eine Landwirtschaftsschule für Kinder von Familien auf dem Land. Die rund 180 Schüler und Schülerinnen erhalten dort Unterricht in landwirtschaftlichen Fächern. Gleichzeitig besuchen sie die 7. bis 9. Schulstufe.

Nur zwei Wochen zuvor wurde der erste Fall von Covid 19 vom paraguayischen Gesundheitsamt bekannt gegeben und kurz darauf kam es zu einem Lockdown. Die Paraguayer durften erstmal nur noch zu bestimmten Zeiten ihre Häuser verlassen und mussten Hygienemaßnahmen, wie mehrfaches Händewaschen oder das Desinfizieren der Hände, beachten. Auch Gottesdienste und kirchliche Dienste wurden eingeschränkt.

Finanzielle Sorgen durch Corona

Die Schüler der C.E.F.A. wurden bis auf wenige Ausnahmen nach Hause geschickt. Mit den übrigen Schülern wurde und wird immer noch versucht, die landwirtschaftlichen Bereiche der Schule instand zu halten. Gemeinsam mit dem Schulleiter Bruder Thomas Hasler und Pater Amando haben die Schüler sogar die Möglichkeit täglich Gottesdienst auf dem Gelände zu feiern. Jedoch wird durch Corona die finanzielle Lage der Schule dieses Jahr sehr schwer werden. Problematisch ist, dass durch Corona das Schulgeld als Einnahmequelle wegfällt, weil sich viele Schüler aufgrund des Lockdowns zu Hause befinden. Zusätzlich sind die Preise der Lebensmittel deutlich angestiegen. Die C.E.F.A. versucht durch den Verkauf von Yerba Mate - eine Teeblätterart - oder dem Verkauf von Tieren und Gemüse die finanzielle Lage zu verbessern.

Schulöffnung wohl erst 2021

Trotz allem wird versucht das familiäre Klima der Schule weiter zu fördern und den Schülern mit Dankbarkeit und Anerkennung für Ihren Dienst entgegenzukommen. 

Voraussichtlich werden die Schulen in Paraguay erst nächstes Jahr wieder komplett öffnen können. Die Quarantäne wird momentan phasenweise unterbrochen und es sind sogar wieder einige Treffen möglich. 

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