Post aus aller Welt

Es weihnachtet sehr: Derzeit treffen Briefe aus der ganzen Welt in der Missionsprokur in Sankt Augustin ein. Steyler Missionare schicken Segenswünsche und blicken auf die Entwicklung ihrer Projekte zurück

Pater Juan Wilman SVD bedankt sich in seinem Weihnachtsbrief herzlich für die Unterstützung der Projekte in Capiovi im Nordosten Argentiniens. Er setzt sich in der Nachfolge des deutschen Missionars Pater Josef Marx SVD zusammen mit seinen Mitbrüdern für die indigene Volksgruppe der Guaraní ein. „In diesem Jahr konnten wir Dank eurer materiellen Unterstützung in acht Schulen für die Landbevölkerung lang erhoffte Verbesserungen erzielen: den Neubau eines Speisesaals, die Vergrößerung der Mädchen-Schlafräume, den Neubau eines Schuppens, die Reparatur des Daches, die Renovierung des Schulhofes, und den Kauf von neuen Gartenwerkzeugen und neuem Kochgeschirr“, so Pater Wilman.

Pater Juan Wilman SVD setzt sich im Norden Argentiniens für die indigene Volksgruppe der „Guaraní“ ein

„Außerdem sind wir große Schritte vorwärts gekommen im Anlegen von Schul- und Gemeinschaftsgärten für die Landbevölkerung. Es wurden Vorträge über Gartenarbeit und die Verwendung von Gemüse bei der Zubereitung von Essen gehalten. Der Ertrag der Gärten ist sehr gut und Kinder wie Erwachsene können die Früchte der Gartenarbeit genießen. Diese neuen Prozesse stärken das Selbstvertrauen und die gemeinschaftliche Arbeit.“

Mit Sorge blickt dagegen Kongo-Missionar Pater Hugo Tewes SVD auf die aktuelle Lage in seinem Einsatzland: „In einem Gebiet im Osten des Landes ist wiederum die bösartige Ebola-Epidemie ausgebrochen“, erzählt er in seiner Weihnachtspost. „Das ist nicht das erste Mal und im Allgemeinen bekommt man die Krankheit im Kongo ziemlich schnell in den Griff. Das ist im jetzigen Falle anders, weil es sich um ein Kriegsgebiet handelt und die Ärzte und Krankenpfleger dort nur unter schwierigsten und gefährlichen Bedingungen arbeiten können.“ Außerdem ändere sich die politische Situation des Landes nicht. Zwei Jahre nach Ablauf der zweiten Amtsperiode ist Präsident Joseph Kabila Kabange immer noch im Amt. Die am 23. Dezember 2018 anstehenden Wahlen seien umstritten.

Im Mittelpunkt der Steyler Arbeit in der Australien-Provinz stand in 2018 die Interkulturalität, erfahren wir von Pater Truc Quoc Phan SVD, dem Missionssekretär. „Wichtig ist, sowohl unser aller Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede wahrzunehmen und zu benennen“, betont er. „Lasst uns an diesem Weihnachtsfest noch einmal reflektieren, wie wir Menschen anderer Kulturen begegnen in dieser interkulturellen Welt, in der wir unsere missionarische Arbeit verrichten.“

Die Steyler Missionare setzen sich auf den Philippinen dafür ein, dass Menschen von den Müllhalden in Cebu-City in neue Dörfer umziehen können

Nach sechs Jahren als Generalsuperior der Steyler Missionare, ist Pater Heinz Kulüke SVD in diesem Jahr auf die Philippinen zurückgekehrt. Er setzt sich nun erneut in Vollzeit für die Menschen auf Cebu, einer Insel der Visayas-Gruppe auf den Philippinen, ein. Auch er bedankt sich für die Unterstützung aus Deutschland, durch die viele Menschen auf Cebu aus den Mülldeponien der Stadt in den neu gebauten Dörfern der Steyler Missionare Zuflucht fanden. „Die Bauarbeiten im San Pio-Village sind fast abgeschlossen. Weitere 100 Familien konnten in diesem Jahr hierher umsiedeln“, berichtet er. „Damit haben 350 Familien, etwa 2.000 Menschen bisher hier ein neues Zuhause fern der Deponien und Slums gefunden. Gleichzeitig helfen die Menschen durch Eigenleistungen beim Bau ihrer Häuser und werden durch Schulungen auf die Umsiedlung aus den Slums vorbereitet.“

Melanie Pies-Kalkum

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