Über Grenzen hinweg

Bevor im August die ersten Freiwilligen bei „Mission Beyond Borders“ ihren Einsatz beginnen, waren nun drei weitere interessierte junge Frauen in Steyl, um den neuen Freiwilligendienst kennenzulernen. 

Für fünf Tage trafen sich drei junge Menschen in Steyl zur Vorbereitung auf einen Einsatz als MBB-Freiwillige an den Grenzen Europas. Weit angereist waren Daria und Karine aus Russland. Sie kommen aus Irkutsk in Sibirien. Martha ist in Nordspanien zu Hause. Alle drei arbeiten bereits als Lehrerin, Psychologin oder Sozialarbeiterin. Sr. Clara aus Spanien und Magdalena aus Deutschland leiteten das Seminar. Nach dem ersten persönlichen Kennenlernen ging es gemeinsam mit der MaZ-Gruppe los, um Steyl mit seinen drei Klöstern und der Steyler Geschichte zu erkunden. Für die MaZler war dies sogleich ein Sprachtraining für Englisch und Spanisch. 

Am Freitag setzen wir uns gemeinsam mit Menschenrechten weltweit auseinander und fuhren nach Mönchengladbach, zu einem Treffen mit zwei geflüchteten Menschen. Herr A. kommt aus Afghanistan und erzählte uns seine Geschichte. Da er sechs Jahre in Russland studiert hat, sprach er noch fließend Russisch und konnte sich daher mit den beiden jungen Frauen aus Sibirien gut unterhalten. Frau M. kommt aus dem Norden Iraks und auch sie erzählte uns ihre Geschichte. Beide Lebenserfahrungen berührten uns zutiefst und angesichts des Leids von Krieg und Verfolgung konnten wir nur noch schweigend allen Menschen gedenken, die sterben und leiden mussten. 

Zurück in Steyl beschäftigten wir uns mit den Ursachen für Flucht, sowie mit der Situation von Flüchtlingen in Spanien und Russland. Am nächsten Tag widmeten wir uns dem Thema Trauma und Retraumatisierung sowie der Rolle eines MBB-Freiwilligen. Sehr hilfreich hierfür war das Skype-Interview mit einem ehemaligen portugiesischen Freiwilligen in Athen. Er betonte auch nochmals die Wichtigkeit der Selbstfürsorge. Neben den thematischen Inhalten war genug Zeit zum Austausch mit den internationalen Schwestern aus dem Terziat und den MaZlerInnen in Vorbereitung. 

Mit vielen neuen Erfahrungen sind alle drei wieder aufgebrochen. Noch stehen die Einsatzorte der Drei nicht ganz fest, aber es wird für sie wahrscheinlich nach Athen und vielleicht auch nach Rom gehen, um dort in Zusammenarbeit mit den Schwestern unddem  JRS (Jesuiten Flüchtlingsdienst) mit geflüchteten Menschen zu arbeiten. 

Magdalena Beier

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Aus welchem Land suchen Sie Neuigkeiten?