Von Rumänien nach Deutschland

Schwester Lioba war lange in Rumänien aktiv. Nun ist sie zurück in Deutschland - und muss sich erst wieder daran gewöhnen.

In den rumänischen Dörfern gibt es immer noch viele Pferdefuhrwerke, die rote Quaste ist gegen den bösen Blick

Liebe Mitschwestern, Verwandte, Freunde und Bekannte,

Anfang November bin ich in Laupheim angekommen. Es war gleich eine sehr bewegende Zeit, verschiedene Versammlungen, und andere wichtige Termine fanden in dieser Zeit statt. 

Obwohl ich ja auch vor meiner Zeit in Rumänien in diesem Büro tätig war, ist doch vieles jetzt anders. Ich verbringe sehr viel Zeit mit suchen in Ordnern und am PC. Inzwischen, nach sieben Wochen, habe ich schon einen kleinen Überblick.

@privatDas schwerste am Anfang in Laupheim war die Umstellung von der Arbeit mit lebendigen Personen, mit Kindern und Frauen, zu der Arbeit mit Papier. Wenn ich meinen Blick vom PC gehoben habe, waren überall Ordner und Papier. Das hat mich schon ziemlich deprimiert. Da bin ich an einem schönen Tag in den Garten gegangen und habe Kräuter gesammelt für eine Creme. Die hat gleich an meiner Psyche Wunder gewirkt.

Außerdem habe ich mit meiner Freundin Gerlinde eine neue Marke entwickelt. Beim Aufräumen im Kräuterzimmer haben wir viele getrocknete Kräuter gefunden, die nur darauf gewartet haben, gebraucht zu werden. Da haben wir 7- Kräuter Tee und 9-Kräuter-Tee gemischt. Die Mischungen haben wir „Ge-Li’s Spezial Mischung“genannt, das ist jetzt unsere Hausmarke. Der Name entstand aus unseren Vornamen Gerlinde und Lioba. 

Außer bei den verschiedenen Versammlungenmit Schwestern und Prokuratorinnen der Region konnte ich meinen Büroalltag auch noch mit einem erfrischendem Kinder-Kräutertag unterbrechen. Die 24 Kinder haben Weihnachtsgeschenke gebastelt mit Kräutern. Es war sehr schön. An diesem Tag bin ich wieder sehr stark an meine Zeit in Rumänien erinnert worden, das hat Heimweh verursacht. 

@privatInzwischen sind überall im Haus verschiedene Krippen aufgebaut. Nur das Jesuskind fehlt noch. Im Atrium hat Sr. Roslinda mit einigen Helferinnen eine große Krippenlandschaft aufgebaut. Die Figuren sind selbst gemacht mit Köpfen aus Wachs und selbst genähten Kleidern. Aus der Stadt und Umgebung kommen Menschen, um sich das anzuschauen. Es besteht also keine Gefahr, dass es mir langweilig wird. 

Hier in Laupheim werde ich mich neben der Verwaltung wieder vermehrt bei den Kräuter-Kursen einbringen. Momentan brauche ich aber noch alle Konzentration um die Verwaltung zu erledigen. Jetzt zum Jahreswechsel müssen viele Ordner neu angelegt werden und im Archiv Platz geschafft werden. Gott sei Dank habe ich eine liebe Mitschwester, die mir bei den Aufgaben hilft, die ich erstens nicht so gut kann und zweitens nicht so gerne mache.

@privatNun möchte ich Ihnen und Euch von ganzem Herzen danken für die Treue mit der Ihr mich und die Schwestern in Rumänien unterstützt habt. Das gilt für jedwede Art: Sei es materiell, spirituell oder dadurch, dass Ihr Interesse an unserer Arbeit gezeigt habt, oder sogar durch tatkräftige Hilfe. Es ist wirklich gut, sich in einer solchen Gemeinschaft zu wissen. 

Hier in Laupheim freue ich mich, wenn ich beobachte wie die alten Schwestern sich gegenseitig mit aller Kraft unterstützen, obwohl selbst viele Gebrechen haben. 

Eure Sr. Lioba Brand SSpS

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