Ratgeber - Psychologin

Freude am Glauben?

Wie bringe ich mein Kind so mit dem Glauben in Be­rührung, dass es Freude daran hat?

Was uns lieb und wichtig ist, das wünschen wir auch den Menschen, die uns lieb und wichtig sind. Und so erhoffen Eltern, die Freude und Kraft im Glauben finden, dass auch ihre Kinder diese tragende Erfahrung im Leben machen können. Ich meine, dass den Eltern – oder anderen Menschen, die dem Kind nahestehen – eine ganz besondere Rolle in der Glaubensvermittlung zukommt, vor allem in den ersten Lebensjahren. Denn der enge Kreis der Familie ist der Ort, an dem der Glaube im Leben eines Kindes konkret wird.

Kinder nehmen intuitiv wahr, wie es ihren Eltern geht. Sie spüren also auch, wenn der Glaube den Eltern wichtig ist. Ihnen entgeht nicht, wenn Eltern in der Beziehung zu Gott einen Halt und Vertrauen finden. Durch das Vertrauen ihrer Eltern erfahren sie: Gott ist da und alles wird gut. Wer seinen Kindern die Freude am Glauben vermitteln möchte, der kommt also nicht an sich selbst vorbei. Diese Gottesbeziehung braucht einen Ausdruck, konkrete Zeichen, dass Gott im Leben der Familie einen Platz hat, dass mit ihm gerechnet, auf ihn gezählt wird. Das können kleine Rituale sein: das gemeinsame Gebet vor dem Essen oder Schlafengehen, eine Kerze für jemanden anzuzünden, zusammen zu singen oder in der Kinderbibel zu lesen und darüber zu sprechen … So wird Glaube greifbar und macht Lust auf mehr.

Oktober 2018

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