Ratgeber - Theologie

Ist der Kirche die Überbevölkerung egal?

Oft denke ich an die Überbevölkerung der Erde und die Endlichkeit der Ressourcen, speziell in Entwicklungsländern. Diesem Thema scheint die Kirche auszuweichen!

Ich lasse Papst Franziskus selber antworten. In seiner „Umweltenzyklika“ heißt es:

„Anstatt die Probleme der Armen zu lösen und an eine andere Welt zu denken, haben einige nichts anderes vorzuschlagen als eine Reduzierung der Geburtenrate. Es fehlt nicht an Druck auf die Entwicklungsländer, indem wirtschaftliche Hilfen von gewissen politischen Entscheidungen zugunsten der ,Fortpflanzungsgesundheit‘ abhängig gemacht werden. Doch ,wenn es zutrifft, dass die ungleiche Verteilung der Bevölkerung und der verfügbaren Ressourcen die Entwicklung und den vertretbaren Umgang mit der Umwelt behindern, muss auch anerkannt werden, dass eine wachsende Bevölkerung mit einer umfassenden und solidarischen Entwicklung voll und ganz zu vereinbaren ist‘. Die Schuld dem Bevölkerungszuwachs und nicht extremem Konsumverhalten einiger anzulasten, ist der Versuch, so das gegenwärtige Modell der Verteilung zu legitimieren, in dem eine Minderheit sich für berechtigt hält, in einem Verhältnis zu konsumieren, das unmöglich verallgemeinert werden könnte. Außerdem wissen wir, dass etwa ein Drittel Lebensmittel verschwendet wird, und dass ,Nahrung, die weggeworfen wird, gleichsam vom Tisch des Armen […] geraubt wird‘“ (Laudatio si Nr. 50).

März 2019

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