Titelthema

Prominente lesen die Bibel

Wir haben Prominente gefragt, was sie an der Bibel schätzen und welche Stellen ihnen besonders zusagen. Die Antworten fallen ganz unterschiedlich aus.

Paulus sagt: „Nun aber bleiben diese drei: Glaube, Hoffnung und Liebe“. Die Bibel lehrt uns, aus der Hoffnung leben zu lernen und nicht zu verzweifeln - so Heinrich Bedford-Strohm zur Bibel.

©Paul RipkeOft zitieren Sie Bibelstellen in Ihren Programmen. Welche ist Ihre Lieblingsgeschichte in der Bibel?

Eckart von Hirschhausen: Die Heilungsgeschichten, die bis heute Gültigkeit haben. In dem Sinne, dass die seelische Gesundheit wichtiger ist als die rein körperliche.

 

©Markus NowakWelche Lehre ziehen Sie aus der Bibel?

Rita Süssmuth: Wenn wir uns das Neue Testament mit all seinen Bildern anschauen, mit den verborgenen und offenen Botschaften, dann war Jesus immer auch für die am Rande da. Nehmen wir den barmherzigen Samariter oder die Weisung: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Mit anderen Worten: Nehmt einander an, seid füreinander Botschafter. Was mir genauso wichtig ist, aber viel zu wenig von uns Christen vertreten wird: Es gibt kein einseitiges Gottesverhältnis! Wir brauchen Gott – aber er braucht auch uns Menschen. Denn von uns Menschen hängt es ab, ob die Botschaft verstanden und gelebt wird. Und die besteht nicht aus der Einteilung: hier die Probelmatischen, dort die Geretteten! Das kann auch nicht die Botschaft der Kirche sein.

 

©dpa-Picture-Alliance_Florian-Peljak_SZ-PhotoLesen Sie die Bibel?

Florian Henckel von Donnersmarck: Ja, im Neuen Testament staune ich immer, wie perfekt die Geschichten passen. Es wurde mal gesagt, wenn man alles zusammenfassen würde, was Jesus überliefert gesprochen hat, es letztlich nur zwei Stunden an gesprochenem Wort seien. Diese überlieferten zwei Stunden haben die Welt verändert. Es ist eine wunderbare Sache, wenn man sich überlegt, welch unglaubliche Kraft Worte und Gedanken haben können.

 

©dpa-Picture-Alliance_Frederic-Kern_Geisler-FotopressWas hat Sie in der Bibel besonders angesprochen?

Heiner Lauterbach: Die Zehn Gebote. Sie sind ein unheimlich guter,  kurzer und prägnanter Leitfaden für das Verhalten und die Wertevorstellung eines Menschen. Ich finde auch, dass es allen Menschen gut stehen würde, sich so zu verhalten, wie es ihr Gott, für gut und richtig empfinden würde.

 

 

 

 

 

 

 

©privatWas hat die Bibel uns heute noch zu sagen?

Julia Klöckner: Sehr viel. In der Bibel geht es um Beziehungen zwischen Menschen untereinander, aber auch mit Gott. Nutze deine Talente die du hast, erhebe dich nicht über andere, auch dein Nächster ist ein Geschöpf Gottes. Gewalt führt zu Gegengewalt. Gewaltspiralen hat Jesus durch eine neue Art der Gesetzgebung  durchbrochen, einiges auf den Kopf gestellt. Die Bibel bleibt also aktuell, nicht umsonst ist sie das Buch der Bücher.

 

 

 

 

 

©dpa-Picture-Alliance_Günther-PichlkostnerWelche Geschichte in der Bibel hat Sie nachhaltig beeindruckt?

Armin Assinger: Die Wandlung vom Saulus zum Paulus. Ich glaube auch an das Gute im Menschen und  daran, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient hat und wenn sie nur darin besteht, sich selbst zum Guten hin zu entwickeln.

 

 

Weitere Prominente mit ihren Statements zur Bibel gibt es bei uns im Heft.

Mai 2020

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